Darmkrebsfrüherkennung
Unter Ärzten und Wissenschaftlern gilt in Bezug auf die Darmkrebsfrüherkennung die Darmspiegelung als diejenige Untersuchung, bei der weite Teile des Darmes untersucht und sichere Aussagen über den Zustand gemacht werden können. Gleichzeitig werden zumeist auch Polypen, die in dem Verdacht stehen Krebsvorläufer zu sein, entfernt. Für die Betroffenen ist diese Untersuchung weniger angenehm und birgt auch einige Gefahren. Deshalb wird sie zumeist nur bei konkretem Verdacht eingesetzt. Für eine generelle Vorsorgeuntersuchung eignet sie sich eher weniger.
Stuhltests werden in der Darmkrebs-Früherkennung eher als generelle Untersuchungsmethode eingesetzt. Der Haemoccult-Test ist auf verstecktes Blut im Stuhl ausgerichtet. Kritiker bemängeln die geringe Genauigkeit einen Tumor mit diesem Darmkrebs-Test zu erkennen – er habe eine Sensitivität von ca. 25%. Dennoch, dieser Test wird von den Krankenkassen übernommen. Ein anderer Stuhltest weist ein tumorspezifisches Enzym nach und das mit einer Genauigkeit zwischen 60 und 90 Prozent. Bisher muss dieser Test für Darmkrebsfrüherkennung von den Patienten noch aus der eigenen Tasche bezahlt werden.
Die Notwendigkeit Menschen ab 50 Jahren einer Darmkrebsfrüherkennung zuzuführen ist aber unbestritten. Selbst Politiker werben für die Vorsorgeschecks, da dieses Thema für viele Menschen tabuisiert ist, erkennen sie einen Aufklärungsbedarf. Mit einem Testverfahren, dass unnötige Belastungen von Patienten fernhält und dazu relativ sichere Auskünfte über den Zustand des Darmes zulässt, ist es für die meisten Betroffenen sicher einfacher, sich einer Darmkrebs-Früherkennung zu unterziehen.

