Darmkrebs-Früherkennung: Vorsorge kann Leben retten
Die Ignoranz der Menschen bezüglich der Darmkrebsvorsorge liegt zum großen Teil daran, dass es Untersuchungen sind, die als sehr unangenehm empfunden werden. Jedoch ist eine Koloskopie (Dickdarmspiegelung) unerlässlich, um veränderte Polypen ausfindig zu machen, die als eine Vorstufe zum Darmkrebs gesehen werden. Diese können von den Ärzten bei dem Eingriff gleichzeitig entfernt werden. Auch eine Stuhluntersuchung kann dazu dienen, verstecktes (okkultes) Blut im Darm nachzuweisen und damit eine Darmkrebserkrankung frühzeitig zu erkennen. Durch eine neue Methode, die Wachstumsenzyme der Polypen und Tumore im Stuhl nachweist, können neuerdings auch direkt Krebstumore durch eine Stuhluntersuchung festgestellt werden. Ein Onkologe kann Interessierte ausführlich über diesen Darmkrebstest beraten und über verschiedene Möglichkeiten zur Darmkrebs-Früherkennung informieren.
Krankenkassen bezahlen eine Untersuchung zur Darmkrebs-Vorsorge ab dem 50. Lebensjahr. Diese sollte von den Menschen auch angenommen werden. Bisher tun dies erst weniger als zwei (!) Prozent der Vorsorgeberechtigten. Durch eine frühzeitige Vorsorgeuntersuchung könnte hingegen die große Zahl der 29.000 Menschen, die jedes Jahr allein in Deutschland an Darmkrebs sterben, deutlich reduziert werden.

