Wie funktioniert ein Wärmebildgerät
Die Wärmebildkamera
Im Grunde ist ein Wärmebildgerät nichts anderes wie eine einfache Kamera. Das Gerät zeichnet die Umgebung auf und gibt ein Bild ab, entweder auf dem Gerät selbst oder an einem Computer. Das, was die Wärmebildkamera von gewöhnlichen Kameras unterscheidet sind die Lichtwellen. Die vom Gerät abgegebenen Lichtwellen nehmen die Infrarotstrahlung der Umgebung auf. Weder Lichtwellen noch Infrarotstrahlung sind für das menschliche Auge erfassbar. Das liegt daran, dass diese Wellenlängen höher sind als normales Licht. Mit dieser Technik können Wärmebildgerät die Umgebungstemperatur aufzeichnet und optisch wiedergeben.
Die Funktionsweise des Gerätes
Um die Funktionsweise zu verstehen muss man zunächst wissen dass jede Fläche Lichtstrahlen abgibt, die je nach Temperatur anders sind. Diese Strahlung ist nichts anderes als freigegebene Energie, die die Fläche aufgenommen hat und nun abgibt. Wärmebildgeräte registrieren diese Strahlung und nehmen sie auf. Um die Strahlungsintensität für das menschliche Auge sichtbar zu machen, muss das Gerät diese Aufnahmen noch umcodieren, also umwandeln. In der Rohform würde der Nutzer nur ein schwaches Graubild sehen. Eine Software kodiert also das Bild und gibt das von Wärmebildkameras bekannte Bild wieder. Der Fachmann spricht dabei vom sogenannten Falschfarbenbild, da es nicht den originalen Aufzeichnungen der Kamera entspricht.
Wärmebildgeräte wurden anfänglich für militärische Zwecke entwickelt und haben sich erst in den letzten Jahren auf den zivilen Sektor etabliert. In der Baubranche nutzen Experten und Laien das Gerät um Schwachstellen in der Gebäudeisolierung zu finden. Der Preis dieser Geräte ist in den letzten Jahren stark gesungen und sie sind in vielen Baumärkten erhältlich.
