Moderne Bautrends im Hausbau: Passivhaus

Einer der modernsten Bautrends beim Hausbau ist das Passivhaus. Eigentlich ist die Funktionsweise eines Passivhauses ganz leicht zu erklären:

Als Passivhaus bezeichnet man ein Gebäude, das durch gute Lüftungsanlage und Wärmedämmung ganz ohne eine klassische Heizung auskommt und trotzdem jeder Jahreszeit entsprechend angenehme Innentemperaturen bietet. Der Hauptbestandteil der Temperaturen sind die “passiven” Temperaturströmungen, wie zum Beispiel Körperwärme, Sonnenstrahlen oder technische Geräte. Das Passivhaus ist deswegen so beliebt, weil es neben den angenehmen Wohnen auch äußerst niedrigen Energieverbrauch verspricht. Das Passivhaus muss keineswegs von Anfang an bestehen, ein Umbau ins Passivhaus ist mit nahezu allen Gebäuden relativ einfach und schnell zu erreichen.

Die genauen Maßstäbe für ein Passivhaus sind im so genannten Passivhaus-Energiestandard vorgeschrieben. Darin wird zum Beispiel festgelegt, dass die Heizlast innerhalb eines Passivhauses unter 10 Watt/m² liegen muss, oder der Primärenergiebedarf nicht mehr als 120 kWh/(m²a) betragen darf.

Der wichtigste Faktor bei jedem Passivhaus ist die optimale Wärmedämmung. Vom Fundament bis zum Dachbereich sollen Energieverluste so gering wie möglich gehalten werden, besonders Fenster und Türen stellen eine Möglichkeit für einfachen Energieverlust dar, dies wird unter Anderem durch eine Dreifachverglasung der Fenster sicher gestellt. Um eine hohe Luftqualität im Haus zu erreichen wird etwa alle 2-4 Stunden ein umfassender Luftaustausch vorgenommen, der über die kontrollierte Wohnraumlüftung reguliert wird.

Die konstante Innentemperatur die durch die Kombination aus Wärmedämmung und Wohnraumlüftung erreicht wird, fördert das angenehme Wohngefühl im Passivhaus enorm.

Das Passivhaus wird wohl auch in Zukunft weiter an Beliebtheit gewinnen, da sich Preis und Aufwand in Relation zum angenehmen Wohngefühl äußerst gering zeigen.