Warum ist ein Schutz für Elektromotoren wichtig?

Elektromotoren sind aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Es gibt sie in allen Größen und Formen für jede Anwendung. Aber ein Ausfall kann schwerwiegende Folgen haben und so recht kostspielig werden.

Welche Folgen kann eine Überlastung eines Elektromotors haben?

Die Spule des Rotors wird mit lackiertem Kupferdraht gewickelt. Thermische oder auch mechanische Überlastung lässt den Lack schmelzen oder verbrennen und die Spule bekommt einen Kurzschluss, brennt durch und zerstört den Motor. Aber nicht nur der Motor selbst kann zerstört werden, sondern auch elektronische Teile, die der Steuerung des Motors dienen, oder mechanische Bauteile, die durch den Motor angetrieben werden.

Dies ist aber nur ein Aspekt bei einer Überlastung eines Motors, denn die Motoren können so heiß werden, dass sie einen Brand verursachen können. Die thermische Zerstörung der Wicklung ist durch den verbrennenden Lack mit einer starken Rauchentwicklung verbunden.

Die Folgen einer Motorabschaltung sind im Vergleich zu möglichen Gefahren durch Brand oder Rauchentwicklung als geringer einzuschätzen!

Wie schützt man einen Elektromotor?

Es gibt zwei grundlegende Möglichkeiten, den Motor zu schützen:

Die Überwachung seiner Stromstärke oder die direkte Überwachung seiner Temperatur.

Mit einem Motorschutzschalter überwacht man die Stromstärke und schaltet den Motor vorsorglich ab, wenn eine vorher eingestellte Stromstärke erreicht wird.

Sind in der Motorwicklung Temperaturfühler wie Kaltleiter oder Bimetallschalter eingebaut, können diese ausgewertet werden und ein Motorschutzschalter kann entfallen.

Es gibt auch noch weitere Schutzmaßnahmen, wie Überstromrelais, Phasenausfallüberwachung oder elektronischer Überlastschutz, auf die hier aber nicht eingegangen werden soll.