Die gute Entscheidung beim Möbelkauf für Umwelt und Gesundheit!

Das Bewusstsein für unter natürlichen Aspekten produzierte Möbel ist leider noch nicht so groß, dass es von einer breiten Öffentlichkeit akzeptiert und berücksichtigt würde. Noch immer wird viel zu oft nur auf den Preis geschaut, was sich als wenig effektiv herausstellen kann im Hinblick auf Haltbarkeit und Zeitlosigkeit eines Möbelstücks. Denn billig produzierte Möbel kommen oft aus Ländern, die mit niedrigsten Löhnen arbeiten und dadurch die Ertragsspannen für den Handel entsprechend erhöhen. Nicht bedacht wird dabei, dass bei diesen Importen aus Ländern wie China eine Menge Energie allein dafür verwandt werden muss, um die Möbel über eine große Distanz zu transportieren. Dieses ist wiederum mit hohen Energiekosten verbunden, besonders wenn das Holz für die Möbel aus großen Entfernungen herbei transportiert werden muss.

Weiterhin ist zu bedenken, dass man mit dem Kauf von Möbeln, die aus Kunststoffen bestehen, Polster, die mit Kaltschaum gefüllt sind oder Oberflächen aus Holznachbildungen immer Produkte kauft, die aus Erdöl hergestellt wurden. Die Herstellung ist äußerst aufwändig und erfordert einen hohen Energieaufwand, bis sie zum Endverbraucher gelangen kann. Hier greift das Argument, dass sich die Preisspirale beim Öl immer weiter nach oben dreht, je höher der Verbrauch ansteigt. Die Folgen haben letztendlich wir alle zu bezahlen.

Darüber hinaus wird in den billig produzierenden Ländern der Umweltschutz zugunsten der Produktivität nicht beachtet und es kommt häufig zu übelsten Umweltsünden, deren Folgen sich natürlich nicht national begrenzen lassen und die wir damit auch alle zu tragen haben.

Wählt man dagegen Möbel aus Holz bzw. Massivholzmöbel, vielleicht aus heimischer Produktion, so hat man damit als Herstellungsmaterial eine nachwachsende Ressource, die naturbelassen und mit natürlichen Stoffen oberflächenbehandelt wird und damit dann auch keine chemischen Schadstoffe freigeben kann. Lange, die Umwelt belastende Transportwege fallen damit auch weg.

Entscheidet man sich für Möbel aus Massivholz, sollte auch bei den Bezugsstoffen auf natürliche Stoffe wie Baumwolle, Schurwolle oder Leinen zurückgegriffen werden. Es ist darauf zu achten, dass auch die Stoffe nicht mit Schadstoffen wie Formaldehyd oder Lösungsmitteln belastet sind. Die Kunststoffe können durch natürliche Materialien wie Latex aus Naturkautschuk ersetzt werden. Auch Möbel, die große Klebeflächen vorweisen, geben oftmals Schadstoffe ab und sollten daher möglichst gemieden werden. Das gleiche gilt für Imprägnierungen.

Dass man Möbel aus Tropenholz nur mit gültigem FSC-Zertifikat kaufen sollte, ist ja mittlerweile bekannt, aber auch bei den heimischen Möbeln sollte man außer den oben erwähnten Punkten auch darauf achten, dass für Rückwände und Schubladen keine Spanplatten genommen werden, sondern Sperrholz verwendet wird.

Wer sich an diese Richtlinien hält, kann sicher sein, dass er mit dem Kauf von Biomöbel und Massivholzmöbel viel für den Schutz und den Erhalt einer gesunden Umwelt, aber auch für die eigene Gesundheit, getan hat.