Magersucht – Eine psychische Erkrankung mit körperlichen Folgen
Die Magersucht ist eine schwere psychosomatische Erkrankung die vor allem junge Mädchen betrifft. Sie beginnt häufig mit einer Diät und dem starken Wunsch dem vielfach propagierten Schönheitsideal der Models und Schauspielerinnen zu genügen.
Ohne eine genetische Disposition oder bestimmte krankmachende Lebensumstände, würde die Diät ganz gewöhnlich nach gewisser Zeit enden. Bei Magersüchtigen gerät sie jedoch völlig außer Kontrolle, die Betroffenen verfolgen den Wunsch immer mehr Gewicht abzunehmen und ziehen aus dem Hungern ein Gefühl der Kontrolle und Macht über den eigenen Körper. Ein Gefühl von Selbstbestimmung, das sie im normalen Alltag all zu oft schmerzlich vermissen.
Anzeichen der Magersucht
Das offenkundigste Symptom ist die starke Abmagerung und das krankhafte Essverhalten. Während gesunde Menschen einen Body-Mass-Index von 20-25 aufweisen, liegt der BMI von anorektischen Patientinnen häufig deutlich unter dem Bereich für Untergewicht.
Magersüchtige zählen zum Teil wie besessen Kalorien und gönnen sich nur kleine Portionen von energiearmen Nahrungsmitteln. Je nach Ausprägung der Krankheit werden zusätzlich Abführ- und Entwässerungsmittel eingesetzt um das Gewicht noch stärker zu reduzieren. Mitunter kommt es zu selbst herbeigeführten Erbrechen, um dem Körper die aufgenommenen Kalorien wieder zu entziehen, hier sind die Übergänge zur Bulimie kaum auszumachen.
Folgen der Magersucht
Die starke Unterernährung durch Magersucht bleibt nicht ohne Folgen für den Körper und im Einzelfall kann die Erkrankung auch tödlich enden. Die Patienten klagen häufig über Müdigkeit, Kreislaufschwäche, Erschöpfung und einer erhöhten Kälteempfindlichkeit. Auf die Dauer können die inneren Organe ernsten Schaden nehmen, insbesondere das Herz ist gefährdet durch den möglichen Mangel an Elektrolyten.
