Die Funktion von Brutschränken
Ein Brutschrank, auch genannt Inkubator, ist ein Behälter, in dem Temperaturen zwischen 10 und 100 Grad Celsius erzeugt werden können. Der Brutschrank ist mit einem Heizkörper, einem elektronischen Temperaturregler und einem Temperaturbegrenzer ausgestattet. Zusätzlich sorgt eine Belüftungsanlage für die Zirkulation der Luft, um eine gleichmäßige Temperatur im gesamten Brutschrank zu ermöglichen. Neben der Temperaturregelung ist ebenfalls eine exakte Steuerung von sämtlichen Variablen integriert, die auf den Brutprozess Einfluss nehmen könnten – so zum Beispiel Helligkeit oder Luftfeuchtigkeit.
Brutschränke werden eingesetzt, um ein künstliches Klima zu kreieren, das von Nöten ist, um bestimmte Brut- oder Wachstumsprozesse anzuregen. Die Einsatzmöglichkeiten von Brutschränken sind sehr vielfältig: Das wohl bekannteste Einsatzgebiet von Brutschränken ist die Medizin, wo der Inkubator häufig bei Neu- oder Frühgeborenen eingesetzt wird. Ähnlich wird der Brutschrank auch in der Geflügelaufzucht eingesetzt: Hier werden Vogeleier in Brutschränken ausgebrütet, indem ähnliche Temperaturen simuliert werden, die auch beim natürlichen Brutprozess erzeugt werden. In der Chemie und Biologie werden Brutschränke eingesetzt, um Mikroorganismen aufzuziehen, die nur unter einem bestimmten Wärmeklima überleben und wachsen können.
Abhängig vom Einsatzzweck des Inkubators sind verschiedene Größen des Brutschranks denkbar – während in der Biologie häufig nur sehr kleine Brutschränke eingesetzt werden, ist es in der Geflügelzucht denkbar, beispielsweise einen kompletten Raum zum Inkubator für die Brut auszubauen. In Laboren werden oft spezielle Inkubatoren eingesetzt, die mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet sind. So gibt es beispielsweise Brutschränke mit einer integrierten Drehvorrichtung für Reagenzgläser, eine Bewegung, die für Experimente mit speziellen Zellkulturen essentiell ist.
