Bausatzhaus: Ein Fertighaus als Bausatz

In Zeiten der Finanzkrise und Wegfall vieler Arbeitsplätze will ein Hausbau gut überlegt sein und die Risiken kalkuliert werden. So ist es vielen Bauherren inzwischen lieber, sich die doch sehr zu Buche schlagenden Arbeitslöhne durch Eigenleistung zu sparen. Mit den von staatlicher Seite angebotenen Förderungsmöglichkeiten für den Fertigbau halten sich die finanziellen Belastungen somit in einem überschaubaren Rahmen.

So bietet sich das Bausatzhaus als eine kostengünstige, aber auch arbeitsintensive Alternative für den Laien an. Denn vom Roh- bis zum Innenausbau wird fast alles in Eigeninitiative erbracht. Je nach Arbeits- und Zeiteinsatz kann so die Fertigstellung eines Bausatzhauses bis zu einem Jahr dauern, aber durch die Kostenersparnis wird die Mühe wiederum belohnt. Schon ab etwas über 53.000 Euro sind Bausätze für Häuser mit einer Grundfläche von 120 qm erhältlich.

Bei der Auswahl der Baumaterialien sind mehrere Varianten möglich, ob mit Bausatzsteinen aus Porenbeton, Bausystemen nach der Mantelbetonbauweise, Styropor oder aus Massivholz gebaut werden sollte, alles wird in verschiedenen Stecksystemen angeboten, welche den Zusammenbau erheblich erleichtern.

Die Lieferung der Bauteile für das Fertighaus mit der kompletten Aufbauanleitung erfolgt bis zur Baustelle und dann werden die Teile durch den Bauherrn zusammengefügt. Das hört sich erst einmal an, als würde dort ein riesiges Puzzle hingelegt. Aber durch Schulungskurse, die von den meisten der Bausatzlieferanten angeboten werden, sind die Grundlagen dafür schon vermittelt worden. Zudem wird dem zukünftigen Hausbesitzer ein Bauleiter oder Richtmeister bei allen baurelevanten Arbeiten vor Ort zur Seite gestellt, dieser sorgt mit seinem Bauteam für das exakte Einmessen und die Durchführung der für die Statik wichtigen Arbeiten.

Auch die Herstellerfirma steht für alle sich meist erst auf der Baustelle ergebenden Fragen dem ratsuchenden Bauherrn zur Seite. Die meisten Firmen haben dafür extra eine spezielle Hotline eingerichtet, so dass bei Nachfragen immer ein Ansprechpartner zur Stelle ist und der Hausbau zügig voranschreiten kann. Wer sich die komplette Eigenleistung nicht zutraut oder auch zumuten möchte, der kann individuelle Zusatzleistungen entweder bei der Bausatzhausfirma erwerben oder auch vor Ort Handwerksbetriebe mit Erledigung beauftragen.