Die Baubiologie – Die Wissenschaft von der Wechselwirkung zwischen Mensch und Gebäude

Die Baubiologie befasst sich mit der Wirkung von Gebäuden und den darin verarbeiteten Baumaterialien auf das Leben und die Gesundheit ihrer Bewohner. Baubiologische Grundsätze kommen regelmäßig bei der Errichtung öffentlicher Gebäude, wie Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern zur Anwendung, beispielsweise bei der architektonischen Planung oder der Auswahl von geeigneten Baumaterialien.

Was macht ein Baubiologe?

Der Baubiologe untersucht Gebäude auf eventuell verborgene Schadstoffe, wie Holzschutzmittel, Asbest oder Schimmelpilze, die bei den Bewohnern erwiesenermaßen zu schweren gesundheitlichen Problemen führen können. Der Experte kommt direkt ins Haus der Betroffenen und stellt umfangreiche Messungen, an um die Art und Menge der Schadstoffe und ihre genaue Herkunft zu ermitteln. Er zeigt die Möglichkeiten der Sanierung auf und berät bei der Auswahl „gesunder“ Baumaterialien. Häuslebauer sind gut beraten bereits im Vorfeld das gesamte Baumaterial im Hinblick auf Schadstoffe auszusuchen, um spätere Probleme zu vermeiden. Einige Baubiologen befassen sich neben streng wissenschaftlichen Untersuchungen auch mit zweifelhaften Verfahren zur Aufspürung von Magnetfeldern, die eine Wirkung auf die Gesundheit des Menschen haben sollen.

Welche Qualifikation muss ein Baubiologe nachweisen?

Die Berufsbezeichnung des Baubiologen genießt keine staatliche Anerkennung und kann demzufolge grundsätzlich von jeder Person geführt werden, was die Suche nach einem kompetenten Baubiologen erschwert. Einige private Ausbildungsinstitute bieten Studiengänge zur Baubiologie an die entsprechendes Wissen vermitteln. Eine Vergleichbarkeit der Studiennachweise ist jedoch nicht gegeben. Seriöse Baubiologen sind im Hauptberuf häufig in der Baubranche tätig, beispielsweise als Ingenieure, Architekten oder Elektrotechniker und bilden sich regelmäßig fort.